Entdecken Sie die südliche Tunesien

Tozeur besteht aus der eigentlichen Stadt und einer im Süden und Osten anschließenden etwa 10 km² großen Oase. Trotz der extremen klimatischen Bedingungen (Höchsttemperaturen bis zu 50 °C, Jahresniederschlag zwischen 80 und 120 mm) ist die durch fossile Wasservorräte gespeiste Oase sehr fruchtbar. Ein verheerender Brand in den neunziger Jahren vernichtete einen Großteil der Oasenvegetation, insbesondere viele der Dattelpalmen, sodass sich die einstmals äußerst populäre Oase heute in einem veränderten Landschaftsbild präsentiert. Die hier angebauten Datteln bilden seit je her die Lebensgrundlage der örtlichen Bevölkerung. Früher spielte auch der Karawanenhandel eine Rolle. Dessen Wegfall als Wirtschaftsfaktor wurde durch den Tourismus kompensiert. Westlich der Stadt befindet sich der Flughafen Tozeur-Nefta. Tozeur besitzt einen Bahnhof und ist Endstation der Bahnlinie von Gafsa her kommend.

Douz liegt am Nordrand der Wüste Grand Erg Oriental. Neben der Grande Dune, der herausragendsten Düne in der faszinierenden Dünenlandschaft rund um das von den Franzosen geschaffene Douz, zählt das alljährlich im Dezember stattfindende Festival mit Folklore-Darbietungen insbesondere der Nefzaoui-Nomaden zu den großen Touristen-Attraktionen.

Tataouine und die Wüstenschlösser – Das Land der Ksours. In der Stein- und Felswüste des Südosten Tunesiens leben Nomaden der Ebene neben Bergsiedlern seit Menschen Gedenken. Die Gegend um Tataouine ist vor allem bekannt für seine „Wüstenschlösser“, den sogenannten Ksours oder Ksars. Diese enormen Festungen ähneln Wabenstöcken, in denen die Waben – die sogenannten Ghorfas – übereinander gesetzt sind. Hier bewahrte man die Kornernte in aller Sicherheit zum Überleben des Stammes auf. Im Frühjahr wird anlässlich des Festivals von Tataouine eine dieser Ksours zum prächtigen Dekor für das lokale Erbe.

 

 

Matmata  ist als würde man geradewegs auf dem Mond landen. Das Dahargebirge im südöstlichen Tunesien am Rande der Sahara ist ein Augenschmauss für die Sinne. Unendliche Kraterlandschaften in einem beinahe lavendelblauen Himmel, ganz versteckt, in Einheit mit der Natur liegen hier Dörfchen in den Hängen, leuchten ab und an bunte Teppichmuster auf.
Die alten Traditionen der Berber sind hier zum größten Teil aufrecht erhalten worden und das schon aufgrund der klimatischen Bedingungen: so lieben viele Einwohner des Ortes Matmata in den sogenannten troglodytischen Unterkünfte. Diese Wohnungen sind in der Erde eingegraben, die Zimmer sind rund um die Krater in weiche Felsen geschlagen und erinnern an eine Mondlandschaft.

Eine Besonderheit von Tozeur ist die Lehmziegelarchitektur, die für diese Gegend Tunesiens charakteristisch ist. Beispiele hierfür findet man sowohl bei modernen Gebäuden als auch in der Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen und überdachten Tunnelwegen

Chott El Jerid. Chotts, das sind ausgetrocknete Salzseen, die je nach Jahreszeit ihre Farbe und ihr Aussehen ändern. Dieses Spiel zwischen schneeweißen Glitzern, blauen, lagunenartiges Seewasser und mondlandschaftähnlichen Ebenen aus Fatamorganas hat nicht nur Karl May inspiriert.
Im Süden Tunesiens befinden sich drei Salzseen:
Der Chott el Gharsa, im Westen, hat die Form eines stark in Richtung Ost-Westen verlängerten Dreiecks, dessen Spitze fast die algerische Grenze berührt. Im Osten ist die Grundlinie 20 Kilometer breit. Die Länge dieses Salzsees beträgt fast fünfzig Kilometer. Der Grund besteht aus sehr salzigen Schlämmen und reicht bis 17 Meter unter den Meeresspiegel..
Im Osten findet man den Chott el Fejej. Er erstreckt sich 90 Kilometer in Richtung Ost-West. Sein äußerstes östliches Ende ist nur zwanzig Kilometer weit vom Golf von Gabes entfernt. Seine Breite variiert zwischen 4 und 20 Kilometer. Er verfügt über einige Quellen und ist mit Chott el Djerid verbunden.
Der Chott hat seine Anziehungskraft auf die Besucher nie verloren. Diese leere Weite, in einigen Orten durch ausgetrocknete Salzkrusten und in anderen Orten mit Salzkristallinausblühungen bedeckt, lässt jeden staunen.

Canyons, Palmen und romantische Wasserfälle. In Tunesien haben sich drei Dörfer im Schatten der Dattelpalmen entfalten können. Hoch oben, an den Hängen der trockenen, ockerfarbenen Berge. Drei erstaunliche Beispiele, die die Widerstandsfähigkeit der Palmen verdeutlichen und die zeigen, was die Völker der Sahara aus einer einfachen Quelle machen können.

Tamerza sieht aus, als sei es hinter seiner Bergkette eingeschlossen, als hinge es am Hang eines gigantischen Canyons, von dem aus man einen hervorragenden Blick in die weite Ebene bis hin zum Chott und den Sandhügeln hat. Das alte, verlassene Dorf von Tamerza zieht sich entlang des Palmenhains, der von wunderbaren Wasserfällen umgeben ist.

In Chebika fließt in einer Schlucht das wohltuende Wasser von einem Wasserfall aus in einen kleinen Wadi, an dessen Ufer Palmen wachsen und kleine Fröschchen gar anmutende Konzerte geben. Besonders schön ist hier der Blick von der Berghängen aus, wenn die Sonne unter geht.

Midès, die westlichste und vielleicht beeindruckendste dieser drei Oasen. Sie ragt in einen schwindelerregenden Canyon hinein und das neben einem paradiesischen Oasengarten. Mides war auch einer dre Drehorte des “Englischen Patient”. Wenn man durch den alten Dorfkern der Oase spaziert kommt am Ende zu einem Raum, in dem Hollywood seine Spuren hinterlassen hat.

 

It's only fair to share...Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+
No votes yet.
Please wait...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*

tag.